Trans***

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trans* respect

5 Basics für einen respektvollen Umgang mit Identitäten jenseits des normativen Zweigeschlechtersystems

__schubladendenken: Nimmst du an, du weißt das Geschlecht einer Person? Sei dir da nicht so sicher. Und es ist auch nicht wichtig, immer sicher zu sein. Eine Möglichkeit ist, jemanden zu fragen, welches Pronomen („er“ oder „sie“ oder beides) erwünscht ist. Oder du vermeidest Pronomen und andere geschlechtseindeutige Wörter und benutzt stattdessen den Namen. Respektiere die Selbst-Identifikation! Nimm eine Person ernst, auch wenn du vielleicht nicht alles verstehst. So wie andere Kategorien, die Hierarchien herstellen, ist auch Geschlecht konstruiert und nicht natürlich. Übrigens: trans* sagt nichts über die sexuelle Orientierung aus. Trans* können auf alle möglichen Leute stehen - oder auch nicht. Trans* sind auch nicht den ganzen Tag auf Queer-Partys. Du solltest also nicht überrascht sein, sie auch auf Antifa-Demos und Kongressen anzutreffen. Trans* können auch was Rassifizierungen, ökonomischen Status, Bildung und Fähigkeiten anbetrifft, ganz unterschiedlich positioniert sein.

__out? Du weißt über jemanden, dass sie_er trans* ist - Weißt du auch, ob das eine vertrauliche Information ist? Manche sind offen trans*, andere halten ihre Gender-Geschichte sehr privat. Es hängt auch oft von der Situation ab, z.B. davon, ob es sich sicher anfühlt „out“ zu sein. Für viele ist es z.B. nicht o.k., wenn der alte Name weitererzählt wird. Also lass doch einfach der Person den Freiraum zu entscheiden, wer was wissen darf.

__fragen… Es ist schön, wenn du mehr wissen willst- Aber es kann nerven, wenn Leute davon ausgehen, trans*Personen seien jederzeit ansprechbar, um zum Thema aufzuklären. Ach ja: Und auch Trans*menschen haben eine Intimsphäre. Ist das Gespräch gerade wirklich so persönlich, dass nach Genitalien, Hormonen, Familie etc. gefragt werden kann?

__lookism Jemanden schön, sexy etc. zu finden, ist o.k. - Aber Vorsicht vor der Bewertung von Körpern. Es kann sein, dass sich jemand durch Blicke abgescannt und einsortiert fühlt. Also bleib respektvoll und mach andere nicht zu exotischen Objekten. Und – wie immer -: Wenn du dich zu einer/_/m hingezogen fühlst, geh nicht davon aus, dass dein Interesse geteilt wird, sondern frag nach und achte auch auf nonverbale Kommunikation.

__solidarität! Es wäre sehr entgegenkommend, wenn du dir vorstellen könntest eventuell bei transphobem Verhalten in Aktivität zu verfallen. Im Ernst: Ignorier transphobes Verhalten nicht einfach! Wenn du etwas mitbekommst, unterstütze die betroffene Person. Es kann z.B. schon hilfreich sein, wenn du ein falsches Pronomen korrigierst. Wie andere Formen von Unterdrückung ist auch Transphobie uns allen beigebracht worden. Sie zu verlernen ist ein Prozess und eine Verantwortung.

Weitere Infos, Kontakt und diesen Flyer in verschiedenen Sprachen gibt es unter: www.trans.blogsport.de


Als Transgender bezeichnen sich viele Personen, für die das gelebte Geschlecht keine zwingende Folge des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts ist. Dies können Cross-Dresser, prä-, post-, und nonoperative Transsexuelle, Transidente, Transvestiten, Drag Kings & Drag Queens, Androgyne und alle Menschen, die die gesellschaftlichen Geschlechtergrenzen durchbrechen, sein. Manche Transmenschen ändern ihren Namen und/oder nehmen Hormone, um sekundäre Geschlechtsmerkmale zu entwickeln, die ihrem gewählten Geschlecht entsprechen. Manche lassen auch eine chirurgische Operation vornehmen, um ihren Körper in verschiedener Weise zu verändern (z.B. Brustvergrößerung). Für Manche geht es nicht um trans*, sondern sie sind einfach das was sie sind, z.B. Mann oder Frau. Eine sehr kurze Erklärung zu den einzelnen Begriffen gibt es im Glossar des transgenderradios (www.transgenderradio.de)

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