Reader Kochenkritk

Die Praxis: Küchen-Reflexion

Was ist gut gelaufen?

  • kostenlose Nahrungsmittelbeschaffung (Tafel, Container)
  • Equipmentbesorgung und Aufbau
  • Transporte
  • Essen für AllergikerInnen und Kinder wurde gemacht

Was ist schlecht gelaufen?

  • Nicht genug Leute
  • Aufgaben erkennen und verteilen
  • Schnippelkoordination (manchmal nicht genug Gemüse verarbeitet, sandiges Gemüse aufgrund von Unkenntnis sachgerechter Gemüsereinigung *knirsch*)
  • zeitliche Abläufe (Essenteile zu unterschiedlichen Zeiten fertig; erst abends um 23 warmes Essen fertig)
  • mangelndes Wissen um Mengenverhältnisse (meist wurde zuwenig gekocht)
  • Wissens/Erfahrungs-Übergabe von einer Kochgruppe zur nächsten (Fehler wurden wiederholt)
  • Ausschank (die Schnellsten bekommen was ab; die Essensteile wurden in großen Zeitabständen rausgestellt)
  • Vorratslager sortieren (gammliges Gemüse lag neben gutem Gemüse)
  • Müll wegbringen (gelbe Säcke stapelteten sich im Treppenhaus, Kompost war voll)
  • Nachbestellung (Beschwerden wegen wenig Milchprodukten aus ökologischer Herstellung)
  • Sojamilchproduktion (Maschine kaputt und dann auch nicht auf 300 Leute ausgerichtet...)

Maßnahmen zur Problemlösung:

  • Dezentralität dadurch fördern, dass es mehrere (etwa drei?) komplett ausgestattete Küchen gibt (am besten die von zu hause gewohnten Einbau-Küchen), draußen sowie drinnen
  • Selbstorga dadurch fördern, dass es einen wasserresistenten Küchenhefter mit allen wichtigen Hinweisen gibt (bereits im Vorfeld erstellt) sowie einschlägige Literatur (Vegan-Kochbücher, Gruppenkochbuch etc.)
  • Übersichtliche Info- und Aufrufplakate sowie Mitmachgruppen-Schildchen schon vorher herstellen, nicht erst auf Kongress selber
  • Küchen-AG am besten schon ein halbes Jahr vor dem Jukss gründen für eine gelungene Vorbereitung
  • jeden Tag Küchenworkshops machen
  • jeden Tag Aufstrichworkshops machen
  • gleich am Anfang jeden Tag KüchenInteressentInnentreffen einberufen, damit der Infofluss bestehen bleibt und auch mehr Leute einbezogen werden können
  • Jeden Mittag Übergabetreffen von einer Kochgruppe zur nächsten, symbolische „Kochlöffel“-Übergabe
  • bereits vorbereitete Küchenmobiliserungs-Artikel für Klozeitung veröffentlichen
  • klare Aufgabentrennung: 2 für Reis, 2 für Gemüse, 2 für Soße, 2 für Salat; 2 für Schnippelkoordination; 2 für Vorratslager sortieren; 8 (min. 4) für Ausschank; 4 für Waschwasserwechsel mehrmals täglich); 5 für Töpfe schrubben hinterher, 3 zum Essenraum und Buffet aufräumen (und das sollen nicht alles dieselben sein!!!)
  • lieber zuviel als zu wenig kochen --> Reste zu Aufstrich oder Suppe
  • Pflanzenmilch kaufen statt selber machen
  • oder/und: jeden Tag großen Sojamilch-Workshop mit mehreren Maschinen machen und gut bewerben